Vom Ei zum Schmetterling - der Große Schillerfalter- die Metamorphose
© Peter Schmidt 2
Vom Ei zum Schmetterling - der Große Schillerfalter- die Metamorphose
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In meiner Gegend ist diese imposante Schmetterligsart nicht selten.
In jedem Wald rund um meine Heimatstadt, egal im Osten, Süden, Norden oder Westen, überall konnte ich diese Art nachweisen. Sei es auch nur durch Fraßspuren der Raupe oder durch Eifunde.

Weibchen sind viel seltener zu finden als die schillernden Männchen.
Als ich vor einigen Jahren ein solches auf einem feuchten Waldweg entdeckte, war mir klar, die Dame würde sicher dort in der Umgebung ihre Eier auf die dort wachsenden Salweiden (Salix caprea) ablegen.

Ein paar Tage später, als ich dort wieder unterwegs war, wurde ich fündig.
Ein frisch abgelegtes Ei...

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Auch in einem anderen Wald, wo ich zuvor nur ein paar Fraßspuren der Raupe an einer schattig und luftfeucht stehenden Salweide (meist werden nur solche mit diesem speziellen Mikroklima belegt) im Jahr zuvor entdeckt hatte, fand ich ein paar Tage später ein weiteres Ei.
Dieses war schon weiter entwickelt. Man erkennt es an der dunklen Verfärbung im unteren Bereich...

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Den Schmetterling selbst hatte ich in diesem Wald zuvor nie gesehen.

Wieder ein paar Tage später schaute ich nach, was aus dem ersten Ei geworden ist.
Die Raupe war fast vollständig entwickelt und man konnte gut die Kopfkapsel durch die dünner gewordene Eihülle erkennen...

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Und schon einen Tag später war das winzige Räupchen (ca 2 mm) geschlüpft...

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Noch ist die Jungraupe gelb gefärbt. Mit dem Fressen der Blätter nimmt sie auch Chlorophyll auf, dies sorgt langsam für die Grünverfärbung des kleinen Tierchens (ca 1 Woche später)...

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Und nach der ersten Häutung bekommt sie die für die Schillerfalterraupen so typischen Hörner auf dem Kopf...

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Mit dem richtigen Lichteinfall und aus der richtigen Perspektive kann die Tarnung verblüffend gut funktionieren...

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Wenn die Blätter dann langsam gelb werden, dann fallen die Raupen schon eher auf...

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Dieses Exemplar hat die letzte Häutung vor der Überwinterung hinter sich...

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Die kalte Jahreszeit verbringt die Raupe ganz offen an eine Knospe geschmiegt und wartet darauf, dass es wärmer wird und die Triebe sich öffnen.
Hier eine Raupe im Mai am frischen Laub...

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Noch sind die Hörnchen graubraun. Nach der letzten Häutung sind sie blau...

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Die fast erwachsene Raupe von der Seite...

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Auch hier gilt wie bei der Jungraupe, je nach Lichteinfall und Blickwinkel verschmilzt sie mit der Umgebung...

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Selbst die Puppe erinnert an eine geschlossene Blattknospe...

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Nach ca 2 Wochen Puppenruhe ist es soweit.
Der Falter bricht mit starkem Druck seiner Beine die Puppenhülle auf und er zwängt sich aus der starren Chitinhülle...

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Dann hängt er sich an die leere Puppe und beginnt seine Flügel zu entfalten...

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Nach ein paar Minuten zeigt er sich in voller Pracht. Wegfliegen kann er aber noch nicht. Die Flügel müssen erst aushärten, was oft mehrere Stunden dauern kann...

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Aufgenommen: 2015-06-16
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Brennweite 60mm
1/60 Sekunden, F/3.2, ISO 200
Belichtungsautomatik, automatischer Weißabgleich
Canon EOS 500D
Ausgangsbild gespiegelt

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